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BUBBLEGUM-CRISIS Forum » Anime/Manga » Manga » Manga-Fans ärgern sich über den «Spiegel» (28. Juni 2002) » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
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verrückt Manga-Fans ärgern sich über den «Spiegel» (28. Juni 2002) Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

In einer «Spiegel»-Beilage haben zwei Autoren versucht, das Phänomen Manga zu erklären. Offenbar ist ihnen das gründlich misslungen, Manga-Fans und -Verlage sind empört über den Artikel.

Die Comic-Welt ist sauer, zumindest die, die sich für Manga begeistert. Manga, das sind doch diese japanischen Comics über androgyne Geschöpfe mit großen Augen, die dauernd Sex haben oder/und sich martialisch umbringen. Das zumindest schreibe sinngemäß der «Spiegel» in seinem «Kultur Spiegel», findet die Fan-Gemeinde.


«Was sich Ihre Autoren Jörg Böckem und Christoph Dallach in der neuesten Ausgabe des Kulturspiegels geleistet haben, ist an Peinlichkeit wohl kaum noch zu überbieten», schreibt in einem Offenen Brief zum Beispiel Joachim Kaps, der Chefredakteur von Carlsen. Der deutsche Comic-Verlag macht einen großen Teil seines Umsatzes mit Manga.


Ehapa, ein Verlag, der ebenfalls viele Manga verkauft, ist ähnlicher Meinung: «'Sex sells' sagt sich wahrscheinlich auch der »Spiegel« und garniert seinen in diese Richtung verfassten Artikel dann auch mit dem entsprechenden Bildmaterial, vergisst dabei aber völlig, auf die Themenvielfalt der Manga einzugehen, die unsere Kinder wieder zum Lesen bringen, und zu diskutieren, warum Manga auf einmal auch Mädchen zum Medium Comic führen», schreibt Georg Tempel, bei Ehapa zuständig für Manga. «Auch die Chance, den Unterschied der westlichen zur japanischen Kultur zu erörtern und daraus Rückschlüsse auf Generationskonflikte zu ziehen, wird leider gänzlich vernachlässigt. Schade, denn interessante Ansätze in Ihrem Artikel gehen letztlich in Plattheiten unter.»

Um einiges drastischer sind die Meinungen, die von Fans in Foren veröffentlicht werden. Der «Spiegel» hat, nachdem es offenbar diverse Leserbriefe gab, inzwischen ein eigenes eingerichtet.

Darin schrieb zum Beispiel Christian Schmidt: «Bei den »amourösen Abenteuern« von Son Goku aus 'Dragonball' haben wir gestutzt, bei 'Sailor Moons' »jungen Heldinnen, die sich ineinander verlieben und heiße Küsse austauschen« waren wir verwirrt, und den »Mangazeichner Asuka Rei« kannten wir alle überhaupt nicht. (»Asuka« und »Rei« sind zwei Mädchennamen, die in einem bekannten Manga vorkommen, insofern ist es ziemlich peinlich, diese Namen zusammenzustellen, um einen Mangazeichner zu nennen, und ihm dann noch ein Zitat als O-Ton in den Mund zu legen.)»

Erklärungen des Phänomen Man Ga (bestehend aus den chinesischen Schriftzeichen 'man' - «spontan, witzig» und 'ga' - «Bild«), sind schwierig. In Japan gibt es diese humoristischen Zeichnungen seit Jahrhunderten, wie auch eine Ausstellung im Berliner Museum für Ostasiatische Kunst im vergangenen Jahr zeigte. Heute sind die oft buchdicken Hefte Alltagskultur. Sie werden für jede Zielgruppe und jedes Alter gedruckt und ihre Geschichten sind so vielfältig wie das Leben selbst. Zu dem auch Sex und Gewalt gehören.

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Das Leben ist die Krankheit zum TOT!!!

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29.06.2007 19:20 :STUKA: ist offline Email an :STUKA: senden Homepage von :STUKA: Beiträge von :STUKA: suchen Nehmen Sie :STUKA: in Ihre Freundesliste auf
 
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